predigt_2019-02-24

Predigt: Vom Wesen und Namen Gottes (Leben im Aufbruch/Teil 2)

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Datum: 24.02.19
Bibelstelle: 2. Mose 3,1-15
Redner: Hans-Peter Dinter

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Zusammenfassung:

Kennen Sie die Sehnsucht, den Hunger nach neuen Gottesbegegnungen und geistlichen Aufbrüchen im eigenen Glaubensleben – und auch in der Gemeinde?

Da ist so viel Routine, da ist mancher Stillstand. Wünschen Sie sich, geistlich aufbrechen zu können?

Wenn wir die Bibel nach geistlichen Aufbrüchen befragen, dann beginnen geistliche Aufbrüche in der Regel

  • mit einer außergewöhnlichen Gottesbegegnung,
  • mit einer neuen ganz besonderen Berufung und letztendlich auch mit
  • mit Menschen, die bereit sind, sich auf diese Berufung einzulassen und gehorsam zu sein.

Im heutigen Predigttext meldet sich der lebendige Gott in das Leben eines geistlich ausgetrockneten Moses zurück. Er bricht sein Schweigen und redet. Und dieses Reden stellt das Leben eines Menschen auf den Kopf.

Wenn es um das Thema "Leben im Aufbruch" geht, dann meint das nicht den Aufbruch der Rastlosen. Wenn es um "Leben im Aufbruch" geht, dann geht es nicht um Bewegen oder Bewahren – dann geht es um Dranbleiben, es geht um Nachfolge.

Der Bericht um den brennenden Dornbusch, das Gespräch Gottes mit einem überraschten Mose, der erschüttert vor der Größe Gottes sein Gesicht unter seinem Mantel verhüllt, ist so dicht an Informationen und so reich an Gottesoffenbarung, dass wir ihn wohl nie ausschöpfen können.

Wer ist dieser heilige, sich offenbarende und gleichzeitig verhüllende Gott?

  1. Der Gott der Väter/Vorfahren

    Wer ist dieser außergewöhnliche Gott, der dem Wüstensohn Moses in einem nutzlosen Dornbusch begegnet? Mit welchem Namen offenbart er sich?

    Namen sind biblisch betrachtet nicht Schall und Rauch: Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. (2. Mose 3,6)

    Zweifellos hat Gott mit Moses große Pläne. Moses wird eine herausragende Figur in Gottes Heilsgeschichte mit Israel sein.

    Weil aber Gott der Gott eines schon in der Schöpfung angelegten Heilsplanes ist, war Moses immer ein Eingebundener. Auch wir sind Teil eines Staffellaufes: Wir bekommen die Staffel und haben den Auftrag, sie an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.

  2. Der Gott der Elenden

    Der heilige Schöpfergott scheint eine einzige Schwäche zu haben. Er hat eine Schwäche für die Schwachen: Der HERR aber sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes in Ägypten, und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich gehört; ja, ich kenne seine Schmerzen. Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. (2. Mose 3,7)

  3. Der Gott, der da ist

    Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen? Da sprach Gott zu Mose: "Ich bin, der ich bin." Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der "Ich bin" hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. (2. Mose 3,13-15)

    "Was ist sein Name?" Diese Frage stellen wir so gewöhnlich nicht. Es geht hier nicht um den Namen an sich, sondern um die Frage: Wer bist du? Was verbirgt sich hinter dir?

    Was aber bedeutet dieser eigenartige neue Name "Jahwe"? Die mir wahrscheinlichste Deutung des Jahwenamens lautet:

    • Ich bin für dich.
    • Ich bin für dich da.
    • Ich werde da sein.
    • Ich werde für dich da sein.

    Die Uroffenbarung Gottes an sein Volk lautet: In mir sollst du geborgen sein.

    Du darfst dem Vater im Himmel nicht respektlos, aber angstfrei begegnen. ER hat über deinem Leben Gutes beschlossen. ER ist der Gott der Güte und der Barmherzigkeit.

    Wenn Gott JAHWE ist, dann darf ich ihm vertrauen – ich muss nicht alle seine Wege verstehen. Wenn Gott JAHWE ist, dann muss ich mein Versagen nicht ängstlich verbergen, dann darf ich ehrlich zu ihm sein.