predigt_2019-02-10

Predigt: Die Geschichte vom wartenden Vater

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Datum: 10.02.19
Bibelstelle: Lukas 15,11-32
Redner: Gert Brinkhorst

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Zusammenfassung:

Die Geschichte "vom verlorenen Sohn" ist eigentlich eine Geschichte von zwei verlorenen Söhnen. Die beiden Söhne stehen beispielhaft für 2 Perpektiven auf Gott:

  • Ein Mensch, der sich fern von Gott gehalten hat und nach seiner Rückkehr feststellt, dass dieser Vater ja ganz anders ist, als er sich vorgestellt hat.
  • Ein Mensch, der schon seit langem zu Gott gehört und sich völlig missverstanden fühlt, dann aber auch erkennen muss, dass er Gott ebenso grundlegend falsch verstanden hat.

Falsche Gottesbilder sind auch heute weit verbreitet: Gott als Opa, als Polizist, als Moralapostel, als Spielverderber, als Notbremse oder als Nikolaus.

Die Geschichte von den zwei verlorenen Söhnen ist auch die Geschichte vom wartenden Vater. In dieser Geschichte zeigt uns Jesus, wie der Vater im Himmel wirklich ist:

  1. Der Vater ist großzügig.

    Lukas 15,17: Schließlich kam er wieder zu sich und sagte: "Mein Vater hat doch so viele Lohnarbeiter, die Nahrung in Hülle und Fülle haben!

    Lukas 15,23: Und bringt das gemästete Kalb herbei. Schlachtet es! Wir sollen essen und miteinander feiern.

    Lukas 15,31: Mein Kind! Du bist doch immer bei mir und alles, was mir gehört, gehört auch dir!

  2. Der Vater gibt seine Kinder frei.

    Lukas 15,12: Der jüngere Sohn sagte zu seinem Vater: "Vater! Gib mir von deinem Besitz den Teil des Erbes, der mir zusteht!" Da teilte der Vater seinen Besitz unter ihnen auf.

  3. Der Vater gibt seine Kinder nicht auf.

    Lukas 15,28: Da wurde er sehr wütend und wollte nicht in das Haus hineingehen. Aber sein Vater kam heraus und redete ihm gut zu.

    Lukas 15,31: Da sagte der Vater: "Mein Kind! Du bist doch immer bei mir und alles, was mir gehört, gehört auch dir!"

    Lukas 15,20: Als er noch weit entfernt war, sah sein Vater ihn …

  4. Der Vater "sieht" seine Kinder.

    Lukas 15,20: Als er noch weit entfernt war, sah sein Vater ihn …

  5. Der Vater leidet mit seinen Kindern.

    Lukas 15,20: … und wurde vom Mitgefühl erfasst …

  6. Der Vater läuft seinen Kindern entgegen.

    Lukas 15,20: Er rannte los …

  7. Der Vater nimmt seine Kinder in den Arm.

    Lukas 15,20: … und fiel ihm um den Hals und küsste ihn …

  8. Der Vater vergibt seinen Kindern.

    Lukas 15,22-23: Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das gemästete Kalb und schlachtet’s; lasst uns essen und fröhlich sein!

    Lukas 15,24: Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er was verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.