predigt_2018-11-04

Predigt: Biblische Besinnung zum Gebetstag für verfolgte Christen

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Datum: 04.11.18
Bibelstelle: Philipper 1,12-20
Redner: Andrea Keller

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Zusammenfassung:

Paulus schreibt (Philipper 1,12-20):

Ich lasse euch aber wissen, Brüder und Schwestern: Wie es um mich steht, das ist zur größeren Förderung des Evangeliums geschehen. Denn dass ich meine Fesseln für Christus trage, das ist im ganzen Prätorium und bei allen andern offenbar geworden, und die meisten Brüder in dem Herrn haben durch meine Gefangenschaft Zuversicht gewonnen und sind umso kühner geworden, das Wort zu reden ohne Scheu.

Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht: diese aus Liebe, denn sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums hier liege; jene aber verkündigen Christus aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie möchten mir Trübsal bereiten in meiner Gefangenschaft. Was tut’s aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber.

Aber ich werde mich auch weiterhin freuen; denn ich weiß, dass mir dies zum Heil ausgehen wird durch euer Gebet und durch den Beistand des Geistes Jesu Christi, wie ich sehnlich erwarte und hoffe, dass ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern dass frei und offen, wie allezeit so auch jetzt, Christus verherrlicht werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.

  1. Leiden als Verkündigung

    Der Apostel Paulus war in Rom in Gefangenschaft. Weil er die frohe Botschaft von Jesus verkündigt hatte.

    Paulus wird zum Vorbild für alle, die leiden müssen. Er wird zum Trost für Christen in Gefangenschaft wie auch in Freiheit. Denn wenn der Apostel sogar im Gefängnis und im Leiden seinen Glauben bezeugen kann, wie viel mehr können dann auch Christen in Freiheit sich zu ihrem Herrn bekennen. Es kommt darauf an, dass Christus verkündigt wird!

    So werden auch für uns heute Geschwister zur Ermutigung, die um ihres Glaubens willen verfolgt, eingesperrt und getötet werden.

  2. Hauptsache Verkündigung

    Der Apostel Paulus erlebt nicht nur diese schwere Gefangenschaft. Hinzu kommt, dass einige Christen ihm noch zusätzlichen Kummer bereiten. Sie verkündigen das Evangelium auf Kosten des Paulus. Sie machen ihn verächtlich vor anderen, um selbst groß rauszukommen.

    Doch Paulus lässt sich davon nicht entmutigen. Er bemüht sich nicht, sich selbst zu verteidigen. Er kann selbst in diesem schlechten Verhalten immer noch Gutes entdecken: Hauptsache ist doch, dass Jesus verkündigt wird.

    Auch heute noch gibt es fragwürdige Prediger und eigenartige Gemeinden; aber wenn durch deren Verkündigung Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen, dann geschieht doch immerhin das, was die Hauptsache ist: dass Christus verkündigt wird!

  3. Ziel der Verkündigung

    Der Apostel Paulus lässt sich nicht unterkriegen. Er lässt sich die Freude nicht nehmen. Er weiß sich getragen von den Gebeten der Geschwister. Er spürt den Beistand des Heiligen Geistes. Paulus bleibt ausgerichtet auf das Eigentliche, worauf es wirklich ankommt: dass Christus verkündigt wird.

    Deshalb hängt er letztlich auch nicht an seinem Leben. Er weiß, wohin die Reise geht, sollte er sterben müssen.

    Auch die Leiden unserer Glaubensgeschwister weltweit dienen heute der Verkündigung. In ihren Ländern bewirken sie durch ihre Treue zu Jesus, dass andere zum Glauben kommen. Und bei uns im friedlichen und freien Europa bewirkt ihr Zeugnis, dass wir wieder mutiger darin werden, die Hauptsache in den Blick zu nehmen, dass Christus verkündigt wird!

(nach Dr. Ekkehard Graf, Dekan in Marbach am Neckar)

Informationen zum weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen finden Sie auf den Seiten von OpenDoors.