predigt_2018-07-01

Predigt: Wie unser Glaube wächst, wenn Höhenheiligtümer weichen

Zur Predigtübersicht

Datum: 01.07.18
Bibelstelle: 1. Könige 22,41-47
Redner: Wolfgang Herrmann

Um die Predigt herunterzuladen, drücken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf und wählen dann "Ziel speichern unter" …

Zusammenfassung:

Mit Höhen sind in vielen Fällen, wo der Begriff im AT genannt wird, Heiligtümer gemeint, die auf Berganhöhen erbaut wurden. Sie werden im Alten Testament 117 Mal erwähnt. Es waren Zentren für kanaanäische Götzenanbetung.

Gott forderte sein Volk Israel auf, diese "Höhenheiligtümer" zu zerstören. Doch diese Anordnung Gottes kriegten die Israeliten über viele Jahrhunderte nicht umgesetzt.

Wie war das möglich? Welche Auswirkungen hatte das auf den Glauben? Wie schaffte es ein König schließlich doch, auch die Höhenheiligtümer zu vernichten? Und was können wir von diesen Erfahrungen für unseren Glauben heute lernen?

Wie unser Glaube wächst, wenn Höhenheiligtümer weichen:

  • Höhenheiligtümer sind eine der geschicktesten Versuchungen, seit es Sünde gibt

    Zurzeit König Joschafats war in Israel etwas Mode, das wir heutzutage Synkretismus nennen. Man pickte sich aus den verschiedenen Religionen das heraus, was man gut fand und bastelte sich daraus seinen eigenen ganz privaten Glauben.

    Der Begriff Höhen oder Höhenheiligtümer steht hier für Dinge in unserem Leben, die in Gottes Augen nicht richtig sind, die wir aber trotz Bekehrung oder geistlichem Neuanfang nicht aus unserem Leben verbannen, z. B. unvergebene Schuld oder eine schlechte Angewohnheit.

    Die Menschen damals setzten ihr Vertrauen zusätzlich auch weiter auf die Hilfe anderer Götter. Diese Gefahr besteht auch bei uns heute. Es kann leicht passieren, dass wir Jesus vertrauen, aber gleichzeitig unser Vertrauen auch in andere Dinge setzen, wie zum Beispiel unseren Arbeitsplatz, unsere Ausbildung, unser Einkommen, unsere Familie usw.

    Wir tun uns heute mit dem Zerstören der Höhenheiligtümer genauso schwer wie die Menschen damals. Wie ist es möglich?

    Höhenheiligtümer sind eine der geschicktesten Versuchungen des Teufels, seit es Sünde gibt. Er schafft es, dass wir die Höhenheiligtümer gar nicht als schlecht empfinden. Warum sollten wir sie da abreißen?

  • Wo Höhenheiligtümer weichen, bekommt unser Glaube eine tiefere Dimension

    Der spätere König Hiskia fiel nicht auf die geschickten Einflüsterungen Satans herein. Er tat, was in den Augen des Herrn recht war. Das machte er nicht nur zu 90%, sondern umfassend. Es wird deshalb extra erwähnt, dass er nicht nur die Götzenbilder und ihre Tempel und Altäre beseitigte, sondern auch die Höhenheiligtümer. Im Gegensatz zu vielen anderen vor ihm machte er wirklich ganze Sache mit Gott.

    Viele Menschen, ja, selbst viele Christen denken, dass so ein total nach dem Willen Gottes ausgerichtetes Leben schrecklich langweilig sein muss. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall.

    Hiskias Leben macht deutlich, dass, wenn Höhenheiligtümer aus unserem Leben weichen, unser Glaube eine viel tiefere Dimension bekommt. Außergewöhnliches Vertrauen in Gott, eine attraktive Nachfolge, eine super enge Beziehung zum Herrn, Vollmacht, Siege und Gottes Segen – all das sind Auswirkungen, mit denen auch wir als Christen heute rechnen dürfen, wenn wir genauso konsequent wie Hiskia mit Gott leben.

  • Die Hiskia-Methode, Höhenheiligtümer zu zerstören

    Wir können wir "Höhenheiligtümer" zerstören, indem wir uns von Zeit zu Zeit folgende Fragen stellen:

    1. Lasse ich es zu, dass frühere Fehler mich stoppen?
    2. Bin ich ein christlicher Einzelgänger?
    3. Konzentriere ich mich darauf, Sünde zu beseitigen – oder darauf, Gott zu gefallen?
    4. Habe ich jemals ausprobiert, was passiert, wenn ich mein Vertrauen ganz allein auf Gott setze?
    5. Worein investiere ich meine Zeit, meine Kraft und mein Geld?
    6. Habe ich das, was ich glaube, nur von den Vorfahren übernommen – oder ist es biblisch abgedeckt?