predigt-2022-09-11

Predigt: Gott schenkt neue Kraft und neue Perspektiven

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Datum: 11.09.22
Bibelstelle: Jesaja 40,29-31
Redner: Gerhard Scharf

Zusammenfassung:

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40,29-31)

Leben mit Jesus Christus ist ein Langstreckenlauf, nicht ein Sprint. So hat es auch Israel in seiner Geschichte mit Gott erlebt. Es geht von einem Problem zum nächsten.

Wir leben auch als Christen nicht in einer problemfreien Zone. Die Begeisterung des Anfangs hält nicht durch, der Elan lässt nach. Resignation, Kraftlosigkeit und Mutlosigkeit machen sich breit.

Die verschiedenen Krisen tragen dazu bei, dass wir müde werden. Auch in ihrem Glauben sind manche Christen müde geworden und innerlich ausgestiegen. Unser Christsein läuft zwar noch noch eine Weile weiter, aber die Verbindung zur Kraftquelle ist schon gekappt.

Menschliche Kräfte reichen fürs Reich Gottes nicht aus. Aber was Gott anstößt, das hat Bestand: „… dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“

Es gibt in dieser Welt keine problemfreien Zonen. Das ist normal. Aber die, die auf Gott „harren“ – die sich ihm anvertrauen -, die bekommen neue Kraft und können „auffahren mit Flügeln wie Adler“.

Ein Adler fliegt, indem er sich einfach fallen lässt – und dabei erfährt, dass die Luft ihn trägt. So dürfen auch wir uns „fallen lassen“ mit Schuld, Sorge, Kraftlosigkeit und Resignation – und entdecken: Gott hält und trägt mich.

Wenn ein anderer Vogel einen Adler angreift, dann nimmt der Adler nicht den Kampf auf, sondern er fliegt höher – weil er es kann. Damit kann er dem Kampf ausweichen, er steht drüber und hat es gar nicht nötig, jeden Kampf aufzunehmen.

So müssen auch wir nicht jeden Kampf kämpfen. Gott schenkt uns eine neue (Vogel-)Perspektive: Von oben betrachtet wir einen besseren Überblick, manches wird zweitranging und unwichtig. Wir bekommen einen neuen Blick fürs eigene Leben, für unsere Mitmenschen, für die Welt um uns herum.