predigt-2022-07-10

Predigt: Mit Jesus Christus – mutig voran!

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Datum: 10.07.22
Bibelstelle: 4. Mose 13/14; Philipper 4,13
Redner: Hans-Peter Dinter

Zusammenfassung:
  1. Mutig voran – mit IHM an unserer Seite.

    In 4. Mose 13/14 berichtet die Bibel über 12 Kundschafter, die sich – nach dem Auszug aus Ägypten und einer 40jährigen Wüstenwanderung – im Land Kanaan umsehen sollen.

    Alle Kundschafter haben genau dasselbe gesehen. Sie sehen dieselben Stadtmauern, dieselben Menschen – aber ihr Blickwinkel und ihr Maßstab unterscheiden sich grundsätzlich.

    Die einen berichten, dass unsere Gegner Riesen seien. Der Auszug aus Ägypten, der Aufbruch in das versprochene Land war ein Fehler.

    Die zweite Gruppe – Josua und Kaleb – haben einen völlig anderen Eindruck: Ihr braucht euch nicht vor ihnen zu fürchten, der HERR ist auf unserer Seite!

    Josua und Kaleb haben einen Blick für Gottes Möglichkeiten. Sie haben die wunderbare Befreiung aus Ägypten vor Augen. Sie erinnern sich daran, wie Gott sie in der Wüste mit Wasser, mit Wachteln und Manna versorgt hat.

    Also mutig voran – nicht ratlos auf der Stelle treten und schon gar nicht mutlos zurück.

  2. Mutig voran – in schwierigen Zeiten.

    Angesichts der aktuellen Krisen werden wir wohl unseren Lebensstandard herunterfahren müssen. Verzicht ist angesagt.

    Wie werden wir als einzelne Nachfolger/innen von Jesus den zukünftigen Herausforderungen begegnen? Wie wirst du damit umgehen, wenn du dich einschränken musst? Und wie werden wir als Gemeinde damit umgehen, wenn wir uns einschränken müssen?

    Wird dann Unzufriedenheit unser Miteinander prägen? Werden wir dann von den „Fleischtöpfen Ägyptens“ schwärmen und uns nach früher sehnen? Wird uns die Unzufriedenheit lähmen?

    In seinem Brief an die Philipper berichtet Paulus darüber, wie er in schwierigen Zeiten mutig voran gehen konnte:

    Ich sage das nicht etwa wegen der Entbehrungen, die ich zu ertragen hatte; denn ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein. Ich weiß, was es heißt, sich einschränken zu müssen, und ich weiß, wie es ist, wenn alles im Überfluss zur Verfügung steht. Mit allem bin ich voll und ganz vertraut: satt zu sein und zu hungern, Überfluss zu haben und Entbehrungen zu ertragen. Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht. (Philipper 4,11-13)

    Weil Gott auf unserer Seite ist, weil ER uns stark macht – können wir in schwierigen Zeiten mutig voran gehen.

    Könnten wohl – aber werden wir? In schwierigen Zeiten zufrieden zu sein, fällt uns nicht einfach zu.

    Auch einem so christushingegebenen Apostel wie Paulus war Zufriedenheit nicht angeboren: „… denn ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein.“ (Philipper 4,11)

    Die Fähigkeit, in einer angespannten Situation nicht den Kopf hängen zu lassen, ist uns nicht angeboren – aber wir können sie erlernen. Zufriedenheit hat etwas zu tun mit unserer inneren Einstellung – mit unserer Haltung.

    Welche Haltung wirst du einnehmen, wenn es schwierig wird? Wie werden wir damit umgehen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen müssen?

    Lasse ich mich von den Problemen so sehr beeindrucken, dass aus dem „Mutig voran“ ein „Mutlos zurück“ wird?

    Oder aber lasse ich mich vom Herrn beindrucken – der die Welt geschaffen hat, der den Wind und den Wellen gebietet – und der uns versprochen hat: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,20)