predigt-2022-04-10

Predigt: Wofür schlägt dein Herz? (Vom Reich Gottes/Teil 2)

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Datum: 10.04.22
Bibelstelle: Matthäus 6,31-33; 2. Mose 14,14
Redner: Hans-Peter Dinter

Zusammenfassung:

Was ist mein Beitrag zum Reich Gottes?

Also grübelt nicht darüber nach, was ihr essen oder trinken werdet oder womit ihr euch kleiden könnt. Alle Menschen dieser Welt, ganz egal, wer sie sind oder woran sie glauben, strengen sich an, diese Grundbedürfnisse zu sichern. Ihr habt doch einen Vater, der über allem thront! Er weiß genau, dass ihr das alles braucht. Macht es zu eurem obersten Ziel, dass sich Gottes gute Herrschaft in eurem Leben und überall ausbreitet! Setzt euch dafür ein, dass endlich die Gerechtigkeit Gottes diese Welt bestimmen kann und dass ihr selbst auch so lebt, wie es gut und richtig ist. Dann wird Gott euch alles andere schenken. (Matthäus 6,31-33/Das Buch)

  1. Die Herausforderung – unmissverständlich und persönlich

    „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes!“ (Matthäus 6,33)

    Die Zuhörer damals und wir heute werden herausgefordert, uns für dieses Reich einsetzen. Unser Herz soll für das Reich Gottes schlagen.

    „Trachtet zuerst …“ – Das ist kein Vorschlag, keine vorsichtige Bitte, sondern eine deutliche Ansage.

    Nicht nebenbei, wenn ihr noch ein bisschen Zeit übrig habt, wenn ihr alle anderen Dinge in „trockenen Tüchern“ habt, wenn euer Leben rundum abgesichert ist …

    Sondern ZUERST! In göttlicher Autorität mischt sich der Bergprediger in das Leben seiner Zuhörer ein.

    Seine Botschaft ist unmissverständlich, herausfordernd, persönlich:

    • Was auch immer dein bisheriges Lebensmotto gewesen ist,
    • wofür bisher dein Herz geschlagen hat,
    • wofür du bisher deine ganze Energie eingesetzt hast …

    Ab sofort soll dein Leben einem höheren ewigen Ziel untergeordnet sein, dem Reich Gottes!

  2. Die Herausforderung – was ist meine Aufgabe?

    Wie verhalten wir uns zu diesem Reich? Was können WIR tun – und was ist allein SEINE Angelegenheit?

    In 2. Mose 14 wird der Auszug Israels aus Ägypten beschrieben. Hier ist Gott der Hauptakteur: Er besiegt die ägyptische Streitmacht. Gott allein!

    Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein. (2. Mose 14,14)

    Gott hebt das Volk nicht über das Meer hinweg. Er teilt es. Gehen müssen die Wüstenwanderer selbst.

    Die Herausforderung des Reiches Gottes besteht nicht darin, dass wir Gottes Schlachten schlagen, sondern dass wir das Land einnehmen, das er uns eröffnet.

    Das Reich Gottes im Sinne Jesu, hat aber grundsätzlich nichts mit militärischer Landeinnahme zu tun. Vielmehr gilt es, die Gesetzmäßigkeit des Reiches Gottes zu verstehen, zu übertragen und umzusetzen.

    Die große Wendemarke der Reichgottesgeschichte, ist das Kreuz von Golgatha:

    Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen! Das alles ist Gottes Werk. Er hat uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und hat uns den Dienst der Versöhnung übertragen. Ja, in der Person von Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt, so dass er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnet; und uns hat er die Aufgabe anvertraut, diese Versöhnungsbotschaft zu verkünden. (2. Korinther 5,17-19)

    Gott versöhnt die Welt mit sich selbst! Er schafft, was Menschen niemals hätten schaffen können.

    So wie Israel sich nicht selbst aus der Hand der Ägypter retten konnte, konnte eine Menschheit sich nicht von ihrer Schuldverhaftung retten.

    Das Evangelium von Jesus Christus lautet: Du bist erlöst! Nichts konntest du dazu beitragen. Du bist befreit!

    Jetzt aber werden wir herausgefordert, diesen neuen Freiraum einzunehmen – die erworbene Freiheit mit unserem Leben zu füllen.

    Als Menschen, die von dem Geschenk der Vergebung leben, sind wir dazu befreit, uns für seine Sache, sein Reich einzubringen.

    „Trachte zuerst nach dem Reich Gottes“, das heißt: Nimm den Freiraum ein, den Gott dir geschenkt hat. Nimm ihn endlich ein! Oder auch: Nimm ihn zum wiederholten Mal ein!

    Es geht um das Reich Gottes in meinem Leben, im Umfeld meiner Familie, im gemeindlichen Leben und Gottesdienst und letztendlich auch in der Gesellschaft und weltweit.

    Die Ebenen des Reiches Gottes sind verschieden, die Gesetzmäßigkeit des Reiches Gottes bleibt jedoch immer gleich:

    • Nimm ein – was dir gegeben ist!
    • Gott hat dich in ein weites Land berufen.
    • Nimm dieses Land ein, pflege es und bebaue es!
    • Um deinetwillen – und vor allem um seinetwillen!

    Gott wird sein Reich durchsetzen … mit dir, aber auch ohne dich. Und wenn wir uns gar so sperrig anstellen, auch gegen uns.