predigt-2022-02-20

Predigt: Was hilft mir in dieser Zeit der Erschütterung?

Zur Predigtübersicht

Datum: 20.02.22
Bibelstelle: Matthäus 7,24-27; Psalm 103,2; Hebräer 6,18-19
Redner: Michael Schüssler

Zusammenfassung:

„Noch einmal werde ich nicht nur die Erde bewegen, sondern auch den Himmel.“ Aber das „noch einmal“ deutet die Verwandlung der Dinge an, die als geschaffene erschüttert werden, damit die unerschütterlichen bleiben. (Hebräer 12,26-27)

Die Zeit der Erschütterung hat ein klares Ziel: Das, was „erschütterbar“ ist, wird erschüttert, damit dadurch das Unerschütterliche bleibt.

Nur das, was auf festen Grund gebaut ist, wird bleiben. So sagt es Jesus in der Bergpredigt: Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. (Matthäus 7,24-25)

Durch die Erschütterung wird sichtbar, dass wir manches auf Sand gebaut haben. Jesus möchte das nicht und warnt uns deshalb: Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß. (Matthäus 7,26-27)

Jesus hat auch Zeiten der Erschütterung angekündigt: Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer. (Lukas 21,25)

Ratlosigkeit wegen der Dinge, die kommen: Was kommt denn jetzt als Nächstes? Wie geht es weiter? Was passiert da?

Was hilft mir in dieser Zeit der Erschütterung und Ratlosigkeit?

  1. Zeiten der Erschütterung sind Zeiten, uns von Gott reinigen zu lassen

    Die Zeit der Erschütterung hat ein klares Ziel: Das, was „erschütterbar“ ist, wird erschüttert, damit dadurch das Unerschütterliche bleibt.

    Das Unerschütterliche soll bleiben. Das, was Jesus in unserem Leben gewirkt hat, soll bleiben. Was aus Glaube, Hoffnung und Liebe gebaut wurde, steht fest. Erschütterungen werden nicht bewirken können, dass das so gebaute Haus fällt.

    Das aber, was nicht auf dem Fels gebaut ist, wird wegbrechen. Auch wenn es schmerzhaft ist: Es ist eine große Gnade, wenn Gott uns reinigt. Erschütterung und Reinigung sind eine große Chance, wieder ans Herz von Jesus zu kommen – zurück zur „ersten Liebe“.

    Ehre ich Gott mit meinem Leben? Mit dem, was ich denke, was ich rede, was ich tue?

  2. Wir brauchen die Erinnerung an das, was Gott uns Gutes getan hat.

    Trotz widriger Lebensumstände beschreibt David, wie wichtig es ist, sich immer wieder an das zu erinnern, was Gott ihm Gutes getan hat:

    Lobe den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen. (Psalm 103,2-4)

    Nehme ich mir Zeit, täglich Gott zu danken für all das Gute, was ich von ihm bekommen habe?

  3. Wenn wir unsere Hoffnung auf Jesus setzen, können wir getrost in die Zukunft gehen.

    Diese Hoffnung ist für uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel, bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang. (Hebräer 6,19)

    Wenn meine Seele „ankert“ bei Jesus, dann habe ich festen Halt in allen Herausforderungen. Und das bewirkt auch, dass ich getrost in die Zukunft gehen kann.

    Wenn ich meine Hoffnung auf Jesus setze, dann steht Jesus in der Mitte, dann stehe ich „auf dem Felsen“.

    Habe ich heute meine Hoffnung auf Jesus gesetzt?