predigt-2020-02-09

Predigt: Wann haben wir Evangelisation "richtig" gemacht?

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Datum: 09.02.20
Bibelstelle: Markus 4,26-29
Redner: Chris Weigl, Allianz-Mission Japan

Zusammenfassung:

Vier Jahre missionarische Arbeit in Japan. Was hat’s gebracht?

Aus menschlicher Sicht vielleicht nicht viel Sichtbares. Aus göttlicher Sicht kann aber schon Unglaubliches geschehen sein.

Jesus hatte am Ende seiner 3-jährigen Wirkungszeit kaum etwas Zählbares aufzuweisen. Kurze Zeit später sind an Pfingsten 3000 Menschen zu Gott umgekehrt …

Wann haben wir Evangelisation "richtig" gemacht?

In Markus 4,26-29 gibt Jesus einige Hinweise dazu: Mit der neuen Welt Gottes ist es wie mit dem Bauern und seiner Saat: Hat er gesät, so geht er nach Hause, legt sich nachts schlafen, steht morgens wieder auf – und das viele Tage lang. Inzwischen geht die Saat auf und wächst; der Bauer weiß nicht wie. Ganz von selbst lässt der Boden die Pflanzen wachsen und Frucht bringen. Zuerst kommen die Halme, dann bilden sich die Ähren und schließlich füllen sie sich mit Körnern. Sobald das Korn reif ist, schickt der Bauer die Schnitter, denn es ist Zeit zum Ernten.

Vier Jahre missionarische Arbeit in Japan: Tausende Samen wurden gesät, Pflänzchen sind schon am Sprießen – auch wenn noch keine Frucht zu sehen ist.

Wir wollen vielleicht lieber Erntehelfer sein, als zu saen oder zu warten. Aber so wie der Bauer viele Tage lang darauf wartet, dass die Saat aufgeht, so müssen auch wir unseren Mitmenschen die Zeit geben, die sie brauchen, um wirkliche Christen zu werden.

Alles ist gleich wichtig: säen, begießen, ernten.

Paulus verdeutlicht das in seinem Brief an die Korinther: Nun, was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Gottes Helfer sind sie, durch die ihr zum Glauben gekommen seid. Jeder von uns beiden hat von Gott seine besondere Aufgabe bekommen. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat es wachsen lassen. Es zählt also nicht, wer pflanzt oder wer begießt; es kommt alles auf Gott an, der es wachsen lässt. (1. Korinther 3,5-7)

Wenn wir unsere Aufgabe erfüllen, gibt Gott seinen Segen dazu und lässt es wachesn. Was ist Ihre Aufgabe?

Jesus sagt uns zu: Die Saat geht auf, die Frucht wächst, die Ernte kommt.

Wenn Regen oder Schnee vom Himmel fällt, kehrt er nicht wieder dorthin zurück, ohne dass er etwas bewirkt: Er durchfeuchtet die Erde und macht sie fruchtbar, sodass sie Korn für das tägliche Brot hervorbringt und Saatgut für eine neue Ernte. Genauso ist es mit dem Wort, das ich spreche: Es kehrt nicht unverrichteter Dinge zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und führt aus, was ich ihm auftrage. (Jesaja 55,10-11)