predigt-2019-09-22

Predigt: Hoffnung und Ermutigung – Tag für Tag

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Datum: 22.09.19
Bibelstelle: Philipper 2,8
Redner: Bernhard Hoyer

Zusammenfassung:

Er erniedrigte sich selbst noch tiefer und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz. (Philipper 2,8)

Das Kreuz! Das Kreuz hat eine zentrale Bedeutung in der Zeitgeschichte. Es wurde alles Mögliche mit dem Kreuz getan, aber man kann es nicht ignorieren.

Diese Botschaft ist das Kernstück des Evangeliums: Der Schöpfer opfert sich für die Schöpfung – auf Versagen folgt Vergebung.

Der Körper von Jesus wurde gefoltert, aber schlimmer war, dass ihm sein Herz in Stücke gerissen wurde: Seine eigenen Landsleute haben seinen Tod gefordert, einer seiner Jünger hat ihn mit einem (Judas-)Kuss) verraten, seine Freunde haben ihn im Stich gelassen, und jetzt wendet sich sein Vater von ihm ab … Was bedeutet dir dieser Freitag?

Wenn Gott wirklich seine eigene Kreuzigung zugelassen hat, wenn Gott wirklich seinen eigenen Sohn den Rücken gekehrt hat, dann waren diese 6 Stunden die entscheidensten der gesamten Menschheit. Es waren Stunden eines Triumphs, eines großen Sieges, auch wenn es tragisch ist. Gott hat damit drei Ankerplätze auf der Erde eingerichtet:

  1. Mein Leben ist nicht sinnlos.
  2. Mein Versagen wird mir nicht zum Verhängnis.
  3. Mein Tod ist nicht endgültig.

Wahrscheinlich hätte es auch ohne Pilatus und ohne Soldaten eine Kreuzigung gegeben. Denn was Jesus tötete, war seine Liebe, seine Liebe zu dir. Das war alles andere als ein Versehen oder Zufall: Gott hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, für ungültig erklärt. Ja, er hat ihn zusammen mit Jesus ans Kreuz genagelt und somit auf ewig vernichtet. (Kolosser 2,14)

Was fällt Jesus wohl leichter: Einen Körper zu heilen oder einem Menschen zu vergeben? Was kostet Jesus weniger Schmerzen: Einem Gelähmten seine Gesundheit oder ihm den Himmel zu schenken? Um den Körper zu heilen war nichts weiter als ein Befehl erforderlich. Um die Sünden des Mannes zu vergeben, war Jesu Blut nötig.

Jesus bietet uns Gnade und Vergebung an! Das war früher so, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Er freut sich auch heute noch, wenn wir einen Glaubensschritt wagen. Er spricht zu jedem Menschen, überall auf der Welt, der es wagt, in Gottes Gegenwart zu treten und ihn um Hilfe bittet.

Das Kreuz erreichte das, was durch sonst nichts erreicht werden kann: Es tilgte unsere Schuld – nicht für 1 Jahr, sondern für alle Ewigkeit. Durch das Kreuz haben wir das Recht, mit Gott zu sprechen, ihm unsere Liebe zu bringen, sogar mit ihm zu leben.

Das können wir aus eigener Kraft nicht erreichen, ganz egal, wie viele Gottesdienste wir besuchen, wie viele gute Werke wir tun. Das wird nicht ausreichen, weder für dich noch für mich. Darum gibt es Schuld in der Welt. Und darum brauchen wir einen Retter. Und dieser Retter hängt da am Kreuz.

Aber es sind nicht die Nägel und die Stricke, die ihn am Kreuz hielten. Es war seine Liebe, die ihn am Kreuz gehalten hat. Diese Liebe gilt dir, gilt uns, damit wir leben können. Dieselbe Hand, die das Meer gestillt hat, tilgt deine Schuld. Dieselbe Hand, die den Tempel gereinigt hat, reinigt dein Herz. Und als sich die Hände Jesu für den Nagel öffneten, öffneten sich die Türen des Himmels für dich.