predigt_2018-04-15

Predigt: Die Fußwaschung

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Datum: 15.04.18
Bibelstelle: Johannes 13
Redner: Klaus Fischer

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Zusammenfassung:

Stellen Sie sich vor, Ihr Leben würde morgen enden. Sie dürften noch eine letzte Nacht mit Ihrer Familie, Ihren besten Freunden Ihren liebsten Mitmenschen verbringen.

Jesus war in genau dieser Situation, als er seinen engsten Vertrauten, den Aposteln, noch einige bedeutende letzte Worte und Handlungen anvertraut.

Wir lesen im Johannesevangelium von Kapitel 13 bis 17 viel über die intimen und überaus bedeutenden letzten Stunden, die Jesus mit seinen Gefährten genutzt hat.

Eine Handlung aus dieser finalen Phase des Wirkens Jesu ist die Fußwaschung.

Es war zu dieser Zeit üblich, dass der niedrigste Sklave in einem Haus die schmutzigen Füße eines Gastes wusch, bevor dieser das Haus des Gastgebers betreten hat. Dieser niedere Dienst war eine Wohltat und Ehrung für den Gast. Diese Arbeit war für denjenigen, der sie tun musste, so demütigend, dass Sklaven Israelitischer Herkunft dafür nicht herangezogen wurden.

Jesus nun steht vom Tisch der gemeinsamen Tafel auf, legt sein Oberkleid ab und beginnt, seinen Jüngern die Füße zu waschen – diesen niederen Dienst vollzieht er als ihr Herr und Meister an seinen Schülern.

Petrus ist entsetzt und kann nicht verstehen, was hier geschieht.

Erst als Jesus – nachdem er diesen demütigen Dienst beendet hat – erklärt, was hier geschehen ist, kann Petrus nachvollziehen, welchen befreienden Dienst er durch seinen Herrn und Gott gerade erlebt hat und welches vorbildliche Beispiel damit für ihn und alle Nachfolger Jesu gegeben ist:

Nachdem wir das stellvertretende Opfer Jesu für uns angenommen haben, sind wir zu Gottes Kindern geworden. Die Bibel spricht von einem Bad der Wiedergeburt und von einem neuen Leben.

Jesus bezeugt Petrus, dass er in diesem Sinne "rein" ist und keiner weiteren Reinigung bedarf – außer der Fußwaschung.

Als Menschen leben wir in der Welt und werden immer wieder mit Schmutz/Sünde in Berührung kommen. Diese Unreinheit vor Gott dürfen und sollen wir jederzeit vor Gott bringen, Jesus reinigt uns auch von dieser alltäglichen Sünde, die jedem Christen immer wieder begegnet.

Es ist wichtig, dass wir uns in diesem Sinne regelmäßig zu Jesus hinwenden und Seine Vergebung und Reinigung immer wieder für uns beanspruchen.

Jesus ermahnt Petrus, dass er ohne diese Reinigung keinen Anteil mit ihm haben kann.

Über diese wichtige Bedeutung der Fußwaschung durch Jesus hinaus macht unser Herr uns deutlich, dass er uns damit auch ein Beispiel für unser Handeln aneinander und miteinander gegeben hat.

Zu Recht weist Jesus seine Jünger darauf hin, dass er ihr Herr und Meister ist. Sein Rang ist weit über dem ihren – deshalb fällt es Petrus zunächst auch so schwer, sich von Jesus die Füße waschen zu lassen.

Und doch begibt sich dieser Herr und Meister in die unterste Stellung der Rangordnung, ja vollzieht einen Dienst, der normalerweise vom niedrigsten Sklaven getan werden muss. Jesus tut dies freiwillig und erfüllt von der größten Liebe zu seinen Jüngern.

Das soll uns ein Beispiel dafür sein, wie wir miteinander umgehen, uns begegnen, und wie einer dem Anderen in uneingeschränkter Liebe dienen soll.

Gegenseitige Hochachtung, selbstlose Hingabe an die Bedürfnisse meiner Schwester, meines Bruders, stellen die Basis des Miteinanders in der Gemeinde dar. Jesus betont am Ende der Fußwaschung, dass hierauf großer Segen liegt, wenn wir so handeln.