predigt_2018-01-21

Predigt: Christus erkennen – durch mich?

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Datum: 21.01.18
Bibelstelle: 2. Korinther 4,6-10
Redner: Gert Brinkhorst, Nidderau

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Zusammenfassung:

Es ist immer wieder toll, Menschen zu erleben, an denen man etwas von Gott erkennt.

Ist eigentlich an mir etwas von Gott zu erkennen? Angesichts der eigenen Unvollkommenheit bin ich wohl kaum geeignet als Werbeträger für Jesus …!?

  • Jesus hat immer richtig gehandelt – ich nicht.
  • Jesus war ohne Fehler und ohne Schuld – ich nicht.
  • Jesus kannte sich bestens im Wort Gottes aus – ich nicht.

Was kann ich schon von Jesus weitergeben im Blick auf die Diskrepanz zwischen Ideal und Realität?

Folgende Gedanken von Paulus, die er an die Gemeinde in Korinth weitergab, können auch uns helfen, unser eigenes Bild zurecht zu rücken und damit den eigenen Wert zu erkennen, den Jesus uns gibt:

  1. Gott ist in euch – er hat sich zu erkennen gegeben.

    Denn Gott, der sprach: 'Es werde Licht in der Finsternis', hat uns in unseren Herzen erkennen lassen, dass dieses Licht der Glanz der Herrlichkeit Gottes ist, die uns im Angesicht von Jesus Christus sichtbar wird. (2. Korinther 4,6)

    Gott bringt Licht in unser Herz, in unsere innere Schaltzentrale, wenn wir Jesus begegnen. Es beginnt etwas völlig Neues, wenn wir unser Leben Jesus anvertrauen. Gott "wohnt" in den Herzen derer, die an ihn glauben.

  2. Nobody is perfect – und niemand muss perfekt sein!

    Doch diesen kostbaren Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen, nämlich in unseren schwachen Körpern. So kann jeder sehen, dass unsere Kraft ganz von Gott kommt und nicht unsere eigene ist. (2. Korinther 4,7)

    Gott arbeitet mit dem Unperfekten, mit dem Schwachen. Gerade in der Schwachheit will Gott sich zu erkennen geben und ist er auch erkennbar.

    Von allen Seiten werden wir von Schwierigkeiten bedrängt, aber nicht erdrückt. Wir sind ratlos, wir verzweifeln nicht. Wir werden verfolgt, aber Gott lässt uns nie im Stich. Wir werden zu Boden geworfen, aber wir stehen wieder auf und machen weiter. (2. Korinther 4,8.9)

    Wir sind oft ratlos und wissen nicht, wie es weiter gehen soll. Aber Gott lässt seine Nachfolger nie hängen.

  3. Gottes Freundschaft und Nähe bleibt – auch im Leiden.

    Durch das Leiden erfahren wir am eigenen Leib ständig den Tod von Christus, damit auch sein Leben an unserem Körper sichtbar wird. (2. Korinther 4,10)

    Warum fixieren wir das Handeln Gottes meist nur auf positive Dinge? Doch Segen Gottes besteht vor allem darin, dass Jesus bei allem in meiner Nähe ist – bei dem Guten und auch bei dem Negativen. Gott geht auch mit uns im Leiden.

    Jedes Sterben in meinem Leben ist nie ein Schlusspunkt, sondern eine Schlüsselstelle, nach der es weiter geht.

    "Leiden war schon IMMER ein Teil des christlichen Lebens, angefangen bei Jesus und bis heute im Leben gewöhnlicher Menschen … Es ist grauenhaft, aber lassen Sie uns nicht so tun, als gäbe es das nicht. Christen haben offenbar unter genau denselben Dingen zu leiden wie alle anderen auch. Der Unterschied ist, dass Jesus in unseren Leiden und Schmerzen ebenso wohnt, wie in unseren Freuden. Er steckt mit uns drin." (Adrian Plass, Stürmische Zeiten, S. 235)