predigt_2017-12-24

Predigt: Heilige Weihnachten

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Datum: 24.12.17
Bibelstelle: Lukas 2,1-20
Redner: Hans-Peter Dinter

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Zusammenfassung:

Das Beschwören einer "stillen Nacht" und "heiligen Nacht", eines "in himmlischer Ruh schlafenden holden Knaben mit lockigem Haar" entspringt wohl mehr der Sehnsucht unseres Herzens als der Wirklichkeit.

Die reale vorweihnachtliche Beschleunigung, der "Eilig Abend", ist gar nicht so weit weg von dem, was uns im Weihnachtsevangelium überliefert wird (Lukas 2,1-20).

  1. Nichts wie hin!

    Weihnachten ist der große "Aktionstag Gottes": "Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan …" (Galater 4,4)

    Dieser eine Satz ist Weihnachtsevangelium im Extrakt, ohne Beiwerk, aufs Wesentliche reduziert. Alle weihnachtliche Aktion, das wird hier sehr deutlich, geht von Gott aus. Allen Gerüchten zum Trotz: Weihnachten ist keine Idee findiger Geschäftsleute.

    Weihnachten hat seinen Ursprung im Entschluss Gottes:

    • "Nichts wie hin!" beschließt der heilige Schöpfergott.
    • "Nichts wie hin – in eine aus allen Wunden blutenden Welt!"
    • "Nichts wie hin – zu den Menschen, die sich gefangen in Schuld und Elend, nach einem Retter sehnen."
    • "Nichts wie hin – als Mensch unter Menschen, begreifbar und angreifbar".
  2. Nichts wie hin!

    Nachdem Gott die weihnachtliche Initiative ergriffen hat, ist es auch bei den irdischen Beteiligten mit der Ruhe vorbei. Die heilige Weihnacht ist tatsächlich auch die eilige Weihnacht.

    Alle Menschen des römischen Kaiserreiches sind unterwegs um sich in ihrem Geburtsort registrieren zu lassen. Maria und Josef haben es eilig, um noch rechtzeitig zur Geburt ihres Kindes den Zielort "Bethlehem" zu erreichen. Von den Hirten heißt es: "Und sie kamen eilend …"

    "Nichts wie hin!" – Weihnachten, der große Aktionstag Gottes, ist eine Einladung an alle diejenigen, die sich einladen lassen. Das Evangelium, die gute Nachricht von der Menschwerdung Gottes, fordert uns heute an diesem Heiligabend heraus. "Nichts wie hin", bedeutet immer auch: Lass zurück! Reiß dich los!

    Jesus Christus, das Weihnachtsgeschenk Gottes, wird uns Menschen nicht frei Haus geliefert. Die Nachricht vom eiligen Heiligabend fordert dich heraus: Steh auf! Lass dich auf eine völlig neue Erfahrung ein! Und du darfst gewiss sein: Die Begegnung mit Jesus Christus wird dein Leben umkrempeln.