predigt_2017-11-12

Predigt: Die Treue unseres Herrn

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Datum: 12.11.17
Bibelstelle: 1. Mose 15,1-21
Redner: Till Kööp, EFG Darmstadt

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Zusammenfassung:

Wir Menschen bringen uns oft selbst in eine missliche Lage. Steht Gott dabei am Rand und sagt: "Jetzt guck selbst, wie du da raus kommst. Kannst dich melden, wenn du es geschafft hast."?

Nein. Gott will nicht, dass wir in dieser misslichen Lage bleiben. Seit dem Sündenfall hängen wir über dem Abgrund. Aber Gott hat den ersten Schritt gemacht, um diese Situation zu beenden.

Und deshalb hat er eine neue Geschichte mit Abraham angefangen. Abraham ist die Person in der Bibel, mit der die ganze Sache mit Glauben an Gott überhaupt erst so richtig anfängt. Manche nennen ihn auch den Vater des Glaubens. Doch auch bei Abraham gehörten Zweifel dazu.

Zweifel gehören zu unserem Leben dazu:

  • Ich weiß nicht, ob es Gott gibt. Und wenn es ihn gibt, dann weiß ich nicht, ob er gut ist. Ob er wirklich das hält, was er verspricht.
  • Es könnte schon sein, dass es einen Gott gibt und dass er es gut meint. Aber ich weiß nicht, ob ich als Christ leben könnte. Ob ich das durchhalten würde mit dem Glauben.
  • Es gibt doch immer Situationen, in denen wir uns fragen: Meint Gott es wirklich gut mit mir?

Die Geschichte, in der Gott einen neuen Anfang mit Abraham macht, gibt uns Antworten auf solche Fragen des Zweifels:

  1. Zweifel sind real

    Abraham bekommt eine Art Offenbarung Gottes, eine Vision – einmalig bisher in der Geschichte der Menschheit. Doch die Antwort Abrahams auf Gottes großartige Verheißungen ist Zweifel! Zweifel sind unvermeidlich.

    Die Bibel ist voll von solchen Beispielen. Menschen zweifeln. Und Gott geht auf sie ein und nimmt sie an – ohne sie für ihre Zweifel zu verurteilen. Und gleichzeitig werden wir nicht aufgefordert zu zweifeln, sondern ermutigt zu glauben.

  2. Wie Gott mit unseren Zweifeln umgeht

    Zweifel hat immer zwei Komponenten:

    • Gott, bist du wirklich vertrauenswürdig? Kann ich dir wirklich die Kontrolle geben?
    • Wie kann ich wissen, ob ich wirklich ein Leben des Glaubens führen kann?

    Gott sagt: "Abraham, ich werde dich segnen. Wenn ich versage, zahle ich die Strafe. Und wenn du versagst, zahle ich auch die Strafe. Ich bin verantwortlich für meinen Teil. Aber ich bin auch verantwortlich und zahle die Strafe, wenn du versagst. Und dein Versagen wird nicht dazu führen, dass ich dich nicht segne."

  3. Wie wir das in unseren Alltag übertragen können

    Jesus Christus hat auch die Strafe für mein Versagen, für meine Sünden getragen. Hier unterscheidet sich das Evangelium von allen anderen Religionen. Jede andere Religion sagt im Endeffekt: Du musst auch deinen Teil der Vereinbarung einhalten. Und du musst den Anker deines Lebens auch in deinen eigenen Leistungen, in deinen guten Taten festmachen.

    Ein Christ will in Jesus, in seiner Liebe zu ihm und dem, was er für ihn getan hat, seinen Anker setzen. Dabei kommt es darauf an, dass der Anker hält, sich tief eingräbt. Wie kann das gelingen?

    • Bete um Erfüllung mit dem Heiligen Geist!
    • Mach dir immer wieder klar: Gottes Treue ist größer!
    • Steh auf – wenn du gefallen bist!
    • Schau auf Gott! Er ist treu und will dich segnen.