predigt_2017-04-02

Predigt: Jesus … ein Mensch

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Datum: 02.04.17
Bibelstelle: Philipper 2,7.8 u. a.
Redner: Klaus Fischer

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Zusammenfassung:

Was haben wir vor Augen, wenn wir auf Ostern blicken? Da geht es um Jesu Tod und Auferstehung – beides wichtige Elemente in unserem Glauben. Aber es gibt noch ein drittes Element: Jesu Leben als Mensch.

Die Geburt Jesu wurde bekanntgemacht mit den Worten (Lukas 2,12): "Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend." Der Hinweis auf Windeln zeigt, dass hier kein abgehobenes Geistwesen zur Erde heruntergeschwebt ist, sondern hier wird ein Mensch geboren – mit allem, was es ausmacht, Mensch zu sein.

Jesus wuchs auf in Nazareth, als Zimmermanns-Sohn. Jesus war nicht Superman, auch wenn er – durch seinen Vater im Himmel – viele erstaunliche Taten vollbracht hat. Jesus war erfüllt von Gottes Geist in einer Weise, wie wir uns das nicht vorstellen können.

Jesus war Mensch – zu 100%. Er hätte zwar jederzeit auf seine göttliche Macht zurückgreifen können – doch damit wäre Ostern unmöglich geworden (Philipper 2,7.8): "Er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz."

Jesus kannte alle menschlichen Gefühle: Traurigkeit, Freude, Wut, Einsamkeit, Angst, Müdigkeit, Schmerzen, Durst, Hunger …

Und Jesus war auch Versuchungen ausgesetzt – genau wie wir. Es ist gut, einen Herrn Jesus zu haben, der nicht nur jetzt "zur Rechten Gottes sitzt", sondern der als Mensch durch die gleichen Anfechtungen gehen musste wie wir (Hebräer 4,15): "Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde."

Nach seiner Taufe ging Jesus 40 Tage in der Wüste und fastete dort. Am Ende dieser Zeit – in einer Zeit größter menschlicher Erschöpftheit – tritt der Satan auf und versucht Jesus zu verführen (Steine zu Brot, Macht über die Welt, Sprung vom Turm). Jesus hatte die Wahl – und sagte Nein zum Satan.

Was geht uns das an?

Wir werden es niemals schaffen, so zu leben wie Jesus (Römer 3,23): "Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren."

Wir werden unsere Gerechtigkeit niemals selbst erwirken. Gott weiß das. Und deshalb hat Gott einen Plan entwickelt (Hebräer 2,17.18): "Daher musste er in allem den Brüdern gleich werden, damit er barmherzig und ein treuer Hoherpriester vor Gott werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht worden ist, kann er denen helfen, die versucht werden."

In Jesus – mit und durch ihn – haben wir die Freiheit, der Versuchung zu widerstehen (Römer 8,12): "Ihr seid also nicht mehr gezwungen, euch von den Wünschen eurer menschlichen Natur beherrschen zu lassen!"