predigt_2017-01-22

Predigt: WUNDERvolles Leben

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Datum: 22.01.17
Bibelstelle: Johannes 4,46-54
Redner: Dominik Seeger

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Zusammenfassung:

Johannes berichtet uns in seinem Evangelium von der Heilung des Sohnes eines königlichen Beamten:

  1. Der königliche Beamte – Der Ausweg-Suchende

    Der Vater eines todkranken Sohnes ist verzweifelt. Die Lage scheint auswegslos.

    Dann hört er, dass Jesus in die Gegend kommt: "Dieser Jesus, der diese Wunder tut, der kann bestimmt auch meinem Sohn helfen! Wenn es noch einen Ausweg gibt, dann nur über Jesus!" Jesus ist die letzte Hoffnung für ihn.

    Auch wenn es mir schlecht geht und ich mir Sorgen mache, dann darf zu Jesus kommen und ihn um Hilfe bitten. Jesus hat einen Ausweg, auch wenn ich keinen mehr sehe. Jesus ist da und er kann Wunder tun!

  2. Der Sohn – Der Angewiesene

    Der Sohn hat einen Vater, der ihn über alles liebt. Und er ist krank, sogar todkrank.

    Er tut gar nichts, außer krank sein, und erfährt die ganze Liebe Jesu. Im Grunde ist das das Zentrum des Evangeliums. Denn Jesus ist in diese Welt gekommen für die Unmündigen, für die Kranken, für die, die selbst keine Stimme haben, für die Hilflosen.

    Jesus ist auch für uns in diese Welt gekommen, denn auch wir haben alle diesen Bereich im Leben, wo wir mit leeren Händen vor Gott stehen. Wo wir nur passiv sind und nichts tun können, gar nichts.

    Wie dieser Sohn angewiesen ist auf seinen Vater und auf das Wunder Jesu, so sind auch wir Angewiesene. In dieser Grundhaltung lernen wir, uns von Jesus lieben zu lassen.

  3. Jesus – Der Wundertäter und Glaubenswecker

    Jesus war in der Gegend schon bekannt als Wundertäter, der auf einer Hochzeit in Kana Wasser in Wein verwandelt hatte.

    Jesus wird nun von dem ausweg-suchenden Vater angesprochen, ob er nicht seinen Sohn heilen könne. Und Jesus erfüllt diese Bitte des Vaters.

    Dabei setzt Jesus dieses Wunder in Beziehung zum Glauben: Die Wunder, die Jesus tut, sind Zeichen – Zeichen der Liebe Gottes, Ausdruck seiner Liebe.

    Die Erfahrungen, die ich mit Jesus mache, sollen nicht ins Leere laufen, sondern den Glauben zum Ziel haben. Wunder wollen Glauben wecken, weil uns in ihnen die ganze Liebe Gottes begegnet.

    Insofern ist Jesus nicht nur Wundertäter, sondern auch Glaubenswecker. Sein Ziel ist es nicht, als Superheld aus der Geschichte herauszugehen, sondern für ihn zählt die Beziehung.

    Wenn man also Wunder als Zeichen der Liebe Gottes versteht, dann weisen alle Wunder auf das eine Wunder: Das Wunder vom Kreuz. Das Wunder, dass Gott selbst alles wegnimmt, was zwischen ihm und uns steht. Das Wunder, dass Gott selbst die Beziehung wiederherstellt, die wir zerstört haben. Das ist das eigentliche Wunder, um das es geht.

Es gibt viele, die sagen: "Warum macht Jesus in meinem Leben keine Wunder?" – Wenn Sie ein Kind Gottes sind, dann haben Sie das größte Wunder in Ihrem Leben erlebt, was Ihnen widerfahren kann. Wenn Sie die Liebe Gottes in diesem Moment in Ihrem Herzen spüren können, dann erleben Sie in diesem Moment ein Wunder, denn alle Wunder sind Zeichen seiner Liebe.

WUNDERvolles Leben meint nicht, täglich Wunder zu erleben, sondern das eine Wunder, nämlich dass Gott dich liebt, täglich wieder zu entdecken.