predigt_2016-12-11

Predigt: Vom adventlichen Aufbruch

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Datum: 11.12.16
Bibelstelle: Jesaja 60,1-2
Redner: Hans-Peter Dinter

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Zusammenfassung:

"Vom adventlichen Aufbruch", zu dieser Thematik hat Sieger Köder eines seiner eindrücklichsten Bilder zur Bibel gestaltet ("Propheten – Gottes Rufer"):

  1. Der düstere Hintergrund – "Denn siehe …"

    "Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker …"

    Verschließ die Augen nicht! Nimm wahr, was um dich herum geschieht!

    Unter dem rechten, zum Himmel ausgestreckten Arm des Propheten, erkennt der Betrachter die Ruinen einer Stadt. So sahen sie aus, die Städte, Köln, Dresden und Frankfurt nach den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg. So sehen weite Teile des heutigen Aleppo in Syrien aus. Hinter den Trümmern verbergen sich Not und Elend. Menschen haben ihre Heimat verloren und sind zu Flüchtlingen geworden.

    Über dem linken, den Menschen zugewandten Arm des Propheten sind Baumstümpfe auszumachen. Sieger Köder lässt aus dem Baumstumpf eine Rose wachsen. In allem menschlichen Elend keimt die Hoffnung, bahnt sich die Wende an.

    Es ist finster, wo Menschen in der Gottferne leben, wo Menschen das Heil in Jesus Christus ausschlagen.

    Unsere Gesellschaft braucht nichts nötiger als mutige Jesusnachfolger. Sie braucht Christen, die ihr Christsein nicht für sich behalten.

  2. Der Prophet in der Mitte – "… aber der HERR"

    "… aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir!"

    Mit dem "Aber Gottes" wird der eigenen Wirklichkeit eine andere, eine weitaus größere entgegengesetzt: Dort, wo Gott Wohnung nimmt, muss die Finsternis weichen.

    Sieger Köder zeichnet seinen Adventspropheten als Mann zwischen diesen beiden Wirklichkeiten. Ganz geerdet im Elend dieser Welt, weist er auf das Neue hin, auf den Tag Gottes. Seine ausgestreckten Arme bilden gleichsam eine Brücke zwischen den Menschen und Gott, zwischen Himmel und Erde, Licht und Finsternis.

    Noch bedeckt Finsternis das Erdreich, aber schon leuchtet Gottes Herrlichkeit durch veränderte Menschen in diese Welt hinein. Christen sind dazu berufen, wandelnde Botschafter der Hoffnung zu sein.

  3. Die Menschen im Vordergrund – "Mache dich auf …"

    "Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt!"

    Dieser Aufruf verbindet die Gegenwart mit der Zukunft Gottes. Ein neuer Morgen steht bevor. Aufbruch ist angesagt.

    Lass Gottes Art in deinem Leben zum Zuge kommen! Gib der Finsternis keinen Raum! Dulde keine gottlosen Bereiche in deinem Leben! Lass Gottes Geist zum Zuge kommen!

    In seinem Bild hat Sieger Köder die unterschiedlichsten Menschen unter dem Propheten, dem "Botschafter der Hoffnung" antreten lassen. Welcher Person auf seinem Bild gleichen Sie?

Gottes Licht wird aufgehen. Das werden wir weder aufhalten noch beschleunigen können.

Was können wir tun?

Was machen wir gewöhnlich, wenn der neue Tag anbricht? Die adventliche Herausforderung besteht darin, die Rollläden unseres Herzens zu öffnen und uns seinem Licht und seiner Herrlichkeit zuzuwenden.