predigt_2016-03-27

Predigt: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt

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Datum: 13.27.16 (Ostern)
Bibelstelle: Hiob 19,25-27
Redner: Hans-Peter Dinter

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Zusammenfassung:

Ostern wird es nicht einfach so, nicht aus heiterem Himmel. Ostern wird es über einer dunklen, leidgeprüften Welt.

Bevor es Ostern werden konnte, galt es das Kreuz auszuhalten. Wir müssen erst am Karfreitag vorbei. Erst auf dem Hintergrund der Passion und Todes entfaltet die Osterbotschaft ihre ganze Kraft.

Mit Ostern verbinden wir strahlende Gesichter und überschäumende Freude. Die Person des Hiob dagegen, steht für gebündeltes, konzentriertes Leid.

Das Leben Hiobs hatte, so berichtet die Bibel, in sehr kurzer Zeit eine tragische Wende genommen. Alle Schönheit, aller Reichtum, aller Glanz seines Lebens ist dahin. In solchen Situationen geraten geistliche Gewissheiten ins Wanken.

Doch Hiobs Leben ist in und trotz allem Leid erfüllt von gewisser, österlicher Hoffnung:

  1. Sei gewiss: Er ist der Lebendige!

    "Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt."

    Von Ostern her bekommen die Worte Hiobs noch einen anderen, einen neuen Klang: Jawohl, unser Erlöser lebt – aber, er lebt nicht "noch" – sondern, er lebt "schon".

    In dem Augenblick, in dem der Auferstandene einem Menschen in den Weg tritt, indem er ihn mit seiner Lebendigkeit berührt, wird dieser zum Osterzeugen.

  2. Sei gewiss: Er ist der Erlöser!

    "Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt."

    Der "Erlöser", auf den Hiob sich beruft und auf den er seine ganze Hoffnung setzt, ist ihm kein Unbekannter.

    Solange Hiob auf der Sonnenseite des Lebens lebte, hatte er sein Glück mit ihm geteilt und aus seiner Hand genommen, und jetzt, auf der Schattenseite des Lebens, hält er an seinem Erlöser fest und nimmt auch sein Unglück aus seiner Hand: "Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollte das Böse nicht auch annehmen?" heißt es in Hiob 2,10.

    Der "Erlöser" ist derjenige, der einen anderen auslöst, der eines anderen Schuld begleicht und ihm, im Falle eines Rechtsstreites zur Seite steht.

    Erlösung im Zusammenhang des Ostergeschehens heißt: Am Kreuz hat Jesus das Lösegeld bezahlt, um eine gottlose Menschheit vom Fluch des Todes frei zu kaufen.

  3. Sei gewiss: Er ist der Letzte, der Vollender!

    "Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub."

    Der Begriff "der Letzte" bezeichnet hier nicht den "Looser". Wenn Hiob von seinem Erlöser, als "dem Letzten" spricht, dann deshalb, weil er sagen will: In meiner Sache ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Hiob weiß, dass sein elender Zustand nicht das Letzte ist.

    Das letzte Wort in unserem Leben spricht nicht irgendwer. Das letzte Wort über unserem Leben spricht der auferstandene und erhöhte Herr.

    Er ist der Letzte, der Herr aller Herren, der Sieger von Golgatha und Bezwinger des Todes: "Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit." (Offenbarung 1,17b-18)